
SPD Brünen: Mehrgenerationenspielplatz nicht zum politischen Spielball werden lassen
„Wer das Projekt jetzt wieder infrage stellt, schadet Brünen und dem Ehrenamt.“
Beschlossen, mit der Bezirksregierung detailliert besprochen und von großem ehrenamtlichem Engagement getragen – und trotzdem soll wieder darüber diskutiert werden? Die SPD Brünen reagiert mit deutlicher Kritik darauf, dass die FWI Fraktion im Rat der Stadt Hamminkeln den geplanten Mehrgenerationenspielplatz am Kappertsberg in einem anderen politischen Zusammenhang öffentlich wieder infrage stellt.
„Das ist unverantwortlich“, sagt Karin Imhoff für die SPD Brünen. „Hier geht es nicht um irgendeinen Wunsch auf einer politischen Liste. Hinter diesem Projekt stehen jahrelange Arbeit, ehrenamtliches Engagement und eine breite Beteiligung der Menschen in Brünen. Wer das jetzt wieder aufschnürt, schadet dem Ort.“
Der Mehrgenerationenspielplatz hat eine klare Vorgeschichte. Im Zuge der Modernisierung des Gebäudes des evangelischen Kindergartens wurden Container als Ersatzräume benötigt. Dafür musste ein öffentlicher Spielplatz weichen. Für die SPD war deshalb klar: Brünen braucht Ersatz.
Aus dieser Notwendigkeit wurde eine größere Idee nochmals in Angriff genommen. Mit erheblichem ehrenamtlichem Einsatz von Bürger für Brünen und unter Beteiligung der örtlichen Bürgerschaft wurde ein Konzept für den alten Sportplatz am Kappertsberg entwickelt. Dort soll nicht nur ein neuer Spielplatz entstehen, sondern ein Treffpunkt für Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen.
Dr. Peter Paic betont: „Das ist genau die Art von Projekt, die wir in unseren Dörfern brauchen: Die Menschen bringen sich ein, entwickeln gemeinsam eine Idee und übernehmen Verantwortung. Politik sollte solches Engagement ermöglichen – nicht im Nachhinein neue Hürden aufbauen.“
Hinzu kommt: Der Mehrgenerationenspielplatz ist keine unabgestimmte Einzelidee. Der Rat der Stadt Hamminkeln hat das Projekt bereits einstimmig beschlossen. Auch die Förderkulisse wurde eng mit der Bezirksregierung abgestimmt.
Für Ratsmitglied Veit Coenen ist deshalb entscheidend, dass politische Beschlüsse verlässlich bleiben müssen: „Ein einstimmiger Ratsbeschluss ist kein unverbindlicher Merkzettel. Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass Politik zu ihren Entscheidungen steht. Das gilt erst recht, wenn Menschen zuvor viel Zeit und Arbeit ehrenamtlich investiert haben.“
Auch die sachkundige Bürgerin Karin Buchmann warnt davor, das Projekt mit anderen politischen Fragen zu vermischen: „Über andere Vorhaben kann und muss man politisch diskutieren streiten. Aber den Mehrgenerationenspielplatz dafür zur Verhandlungsmasse zu machen, ist der falsche Weg. Damit trifft man vor allem die Menschen in Brünen.“
Die SPD Brünen erwartet deshalb von der FWI Klarheit: Steht sie noch zum einstimmigen Beschluss des Rates oder nicht?
„Wer das Projekt aus anderen politischen Gründen wieder infrage stellt, muss den Menschen in Brünen erklären, warum ausgerechnet ihr ehrenamtlich vorbereitetes und demokratisch beschlossenes Vorhaben dafür herhalten soll“, sagt Imhoff.
Für Paic, Imhoff, Coenen und Buchmann ist die Haltung eindeutig: Der Mehrgenerationenspielplatz am Kappertsberg muss wie beschlossen weiterverfolgt werden.
„Brünen braucht diesen Platz. Der Rat hat entschieden. Die Menschen haben sich eingebracht. Jetzt muss umgesetzt werden.“
